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Praxis für Körperpsychotherapie Bioenergetische Analyse

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    Die Arbeitsweise  in der Bioenergetik

    Die Bioenergetische Analyse nutzt die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist, um die Menschen, mit denen sie arbeitet, besser zu verstehen.

    Es wird davon ausgegangen, dass alle seelischen Belastungen und Störungen ihren Niederschlag und Ausdruck finden in körperlichen Veränderungen, in der Körperhaltung, im Gesichtsausdruck oder im Gesundheitszustand eines Menschen. Wenn ich z.B. Angst habe, kann ich den Atem einschränken, um weniger von der Angst zu spüren. Hört die Angst nie auf, wird meine flache Atmung chronisch mit entsprechenden Folgen für meine Lebendigkeit und Leistungsfähigkeit.

    Es wird sehr darauf geachtet, mit welcher Tonlage, in welcher Stimmung, Körperhaltung etwas erzählt wird. Die Menschen werden auf diese Dinge aufmerksam gemacht, sie werden mit ihnen in Kontakt gebracht. Das kann bisher zurückgehaltene und unbewußte Gefühle hervorrufen, die dann besprochen und bearbeitet werden können. Manchmal wird auch mit körperlichen Bewegungen selbst gearbeitet: Es werden bisher weniger übliche Bewegungen versucht, mit der Stimme experimentiert oder mit der Nähe und Distanz zum Therapeuten gearbeitet. Dabei gilt es zu entdecken, was in mir passiert, wie das für mich ist, klingt, was es am Empfindungen, Gefühlen, Erinnerungen in mir auslöst.

    Manchmal werden dabei sehr intensive Gefühle und heftige Prozesse ausgelöst. Der Therapeut wird dann darauf zu achten haben, dass sie ertragen, verstanden und verarbeitet werden können. Diese Körperarbeit führt auch dazu, dass Berührungen zwischen Therapeut und Klient nicht so ausgeschlossen sind wie in anderen Formen der Psychotherapie. Es gilt aber immer, dass körperlicher Kontakt nie gegen den Willen des Klienten geschieht, dass er nur dem therapeutischen Ziel dient und dass sexuelle Kontakte in und ausserhalb der Therapie tabu sind.

    Unabhängig von der therapeutischen Methode ist mir in meiner Arbeit  wichtig, dass die Menschen,  genug Zeit und Raum finden, sich kennenzulernen, zu entdecken und zu mögen. Welchen Sinn hat oder hatten meine panischen Ängste, meine "Störungen". Wie haben sie mir im Verlauf meiner Geschichte und Entwicklung geholfen, zu überleben, mich in meiner Umgebung zurecht zu finden und zu behaupten. Erst dann geht es um Überlegungen, ob heute diese Ängste oder Schutzwälle um mich herum noch sein müssen oder ob ich manchmal auch ohne die eine oder andere "Krücke" leben, sogar besser leben kann. Es ist nicht wichtig, sich zu verändern, sondern autonomer zu werden, sich entscheiden zu können, ob man so oder anders leben will, mit diesem oder jenem Partner oder ganz allein, hier einen Streit riskiert oder es dort im eigenen Interesse lieber sein läßt.