Rainer Mahr (Copyright)

Energie und Identität

 Vortrag für den Europäischen Kongress für Bioenergetische Analyse - Psychotherapie,25.-28.5.95 in Rom

Sicher - die Bioenergetische Analyse (BA) ist kein perfektes therapeutisches Konzept. Es muß weiterentwickelt  werden, strukturelle und methodische Probleme müssen gelöst werden. Aber ihre wichtigste Aussage heißt : ´Psychotherapie ist Körpertherapie` und ´Psychotherapie

ist Energiearbeit`.Beide Sätze sind wesentliche  Faktoren der BA. Sie gehören untrennbar zu ihrer Identität. Deshalb müssen wir viel Sorgfalt darauf verwenden, unsere Konzepte von Energie und Energiearbeit möglichst optimal zu entfalten. Sie müssen stimmig und wahr  werden, sonst schaden wir der Identität der BA.

Außerdem will ich im Folgenden zeigen, daß Energie ein wesentlicher Faktor menschlicher Identität ist, und daß die Vorstellungen und Hypothesen über Energie, die die  moderne Physik entwickelt hat, unsere Einsichten in die leib-seelischen Wechselwirkungen vertiefen können und helfen, die Stellung der menschlichen Existenz zwischen Himmel und Erde zu beschreiben oder zu definieren.

 Die Betonung der Körperlichkeit in der Psychotherapie bedeutet weit mehr als die Einführung einiger Körpertechniken, um die seelischen Vorgänge in einem Menschen besser wahrzunehmen und zu spüren.: Die BA verweist uns  auf die Tatsache, daß es ohne Körper überhaupt keine Gefühle, keine seelischen Vorgänge gibt. Die Seele, was immer das auch sein mag lebt und wirkt nur mit einem Körper, kann sich nur mit ihm und durch ihn zum Ausdruck  bringen. Niemand kann Freude oder Trauer zeigen, wenn er nicht seine Muskulatur in einer Weise verändern kann, daß andere Menschen seinen Gesichtsausdruck als traurig oder freudig definieren können. Diese Muskulatur  kann er aber nur verändern, wenn die Stoffwechselprozesse ablaufen können, mit denen diese Muskeln bewegt, gehalten oder losgelassen werden. Auch andere Verhaltensweisen und geistige Einstellungen machen  Umstrukturierungen im Köper, im Nervensystem, im Hormonspiegel oder sonst irgendwo erforderlich.

Wenn ich effektive Psychotherapie betreiben will, auch wenn es sich um eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie handelt,  immer muß ich versuchen, Veränderungen im Ablauf eines Körperprozesses zu ermöglichen.

Diese Position erinnert Sie vielleicht an Zeiten, in denen die modernen Naturwissenschaften das europäische Geistesleben  dominierten und die Existenz des Psychischen geleugnet wurde. Ich denke z.B. an die berühmt gewordenen Aussagen von Ärzten: "Ich habe schon so vielen Menschen den Bauch aufgeschnitten, aber noch nie eine Seele  gefunden." Es mag sein, daß es das Seelische an sich gibt, aber wir kennen es nur als Ausdruck von funktionierenden Körperfunktionen, und unser Leben hat seinen Wert nicht nur durch diese Körperfunktionen, sondern  durch den seelischen Ausdruck, den sie bewirken.

Betrachten sie sich bitte diese modernen Computer- was die alles können. Sie können nicht nur Briefe schreiben in den schönsten Schriften, sie malen die buntesten  Bilder und kreieren die aufregensten Melodien. Aber das ist nicht wahr! Der Computer schreibt nicht, er malt nicht und er singt auch nicht. Das Einzige, was er wirklich kann, ist rechnen. Er ist eine ganz simple  Rechenmaschine, die nur 0 und 1 addieren oder substrahieren kann. Für den Benutzer des Computers ist dieser Umstand uninteressant. Für ihn ist es nur wichtig, daß er ihn so beeinflussen kann, daß seine Bilder gemalt und  seine Melodien gesungen werden.

Der Fachmann aber, der den Computer dazu bringen will, etwas anderes zu tun, kann diesen Umstand, eine Rechenmaschine vor sich zu haben, nicht ignorieren. Nur die Bereitschaft, dies  anzuerkennen und die präzise Kenntnis in die Struktur der Rechenmaschine befähigt ihn, den Cumputer weiterzuentwickeln oder Störungen zu beheben.

In der Arbeit mit unseren Klienten ist es natürlich notwendig, uns mit  ihrer Trauer zu beschäftigen, ihren Schmerz in uns selbst spüren zu können - also auf der Ebene des Seelischen zu agierien. Wenn wir aber verstehen wollen, was wir wirklich machen, wenn wir Wege finden wollen, dieses  Geschehen zu beeinflussen, dann müssen wir möglichst exakt wissen, wie dieses System Mensch strukturiert ist und funktioniert.

Mit dieser Sichtweise setze ich mich sicher der Kritik aus, den alten abendländischen  Konflikt um den Leib- Seele - Dualismus wieder so zuzuspitzen, daß die Bedeutung des Seelischen beeinträchtigt wird. Ich denke, daß auch manche Kritik an Lowens Therapieansatz von diesem Konflikt gespeist wird.  Heisterkamp bringt sie in seinem Buch ´Heilsame Berührung´ explizit auf den Punkt, wenn er Lowens Aufteilung der therapeutischen Arbeit in Körperarbeit und Analyse kritisiert. Diese Aufteilung würde die Trennung von  Seele und Körper verschärfen. Auf der anderen Seite steht Berliner, wenn er dem Seelischen und der Phantasie die überragende Stellung im therapeutischen Prozeß einräumt und dem Körper die Funktion eines  ´Übergangsobjektes´ im Sinne der psychoanalytischen Theorie zuschreibt. Heisterkamp versucht das Problem zu lösen, indem er nicht mehr das Wort Körper in der Körpertherapie verwendet, sondern grundsätzlich das Wort  `Leib`benutzt, das in der deutschen Sprache schon immer den beseelten Körper gemeint hat.

Ich denke, daß dieses Dualismusproblem in dem Maße an Bedeutung verliert, in dem die Menschen ihren Körper, ihre  Körperlichkeit, diese wunderbare, komplizierte und meist hervorragend funktionierende `Maschine` lieben, mit der man so intensiv leben, lieben, trauern, leiden, sich bewegen, denken und Geniales schaffen kann. Wir  werden diesen Körper nicht mehr abwerten müssen, wenn wir nicht mehr sein wollen, als wir sind - irgendwelche Lebewesen neben anderen in dieser Welt und in unserem Universum.

 Also: Psychotherapie ist erstens Körperarbeit.

2. Psychotherapie ist Energiearbeit.

Dieser Satz ist banal und aufregend zugleich. Banal ist er, weil es nichts auf dieser Welt gibt, was nicht Energie ist. Die  elementaren Einheiten, aus denen alles geschaffen ist, was es in dieser Welt gibt, Steine, Wälder, Seen, Tiere, Menschen, alles besteht aus Energie. Alle Äußerungen, die geistigen und seelischen Pozesse sind Produkte  von Energie. Wie ich hier vor ihnen stehe, bin ich ein gigantisches Kraftwerk mit Millionen von Megavolt Leistung. Wenn ich hier zu ihnen spreche, versuche ich, die energetischen Prozesse in ihrem gigantischen Kraftwerk  zu bewegen und zu steuern. Wenn wir mit unseren Klienten Psychotherapie machen, dann geht es immer um die Beeinflussung und Modifizierung von energetischen Situationen oder Strukturen. Dabei ist es völlig gleichgültig,  welche Therapieform wir wählen. Wir können gar nichts anderes machen als Energiearbeit.

Wenn wir nun mit der B.A. eine spezifische Form von Psychotherapie vertreten, uns eine andere Identität zu geben versuchen, dann  genügt es nicht, zu behaupten, daß wir Energiearbeit machen. Wir müssen genauer definieren und beschreiben, ob und auf welche spezifische Weise wir aus welchen Gründen energetische Strukturen beeinflussen wollen.

Dazu  müssen wir feststellen, daß die B:A. entwickelt wurde in der Tradition des abendländischen, naturwissenschaftlichen Wissenschaftsverständnisses. Wenn wir Abläufe im menschlichen Organismus beschreiben, dann in den  Modellen der westlichen, klassischen Medizin und Physiologie. D.h., wir beeinflussen mit unser Arbeit das Kreislaufsystem eines Menschen, seinen Stoffwechsel, das Nerven-, Hormon- oder Lymphsystem, aber nicht die  Meridiane, die Balance zwischen Yin und Yan der chinesischen Medizin usw.

Ich will versuchen zu zeigen, daß diese klare Unterscheidung nicht nur aus methodologischen Gründen notwendig ist, sondern auch inhaltlich  gravierende Begrenzungen des Konzeptes der B:A aufzeigt, an denen viele Kollegen leiden, die sich mit der Theorie und Praxis der B.A. auseinandersetzen.

Die B.A. behauptet, daß sie mit ihren Übungen ihre Klienten  energetisch auflädt, bis die verspannte Muskulatur nachgibt und es zu katharsischen Entladungen kommt, die unbewußte, zurückgehaltene Gefühle in die Wahrnehmungsfähigkeit bringen, die körperliche und seelische  Lebendigkeit erhöhen. An den unwillkürlichen, zuckenden Bewegungen und an den prickelnden, fließenden Empfindungen könne man den verbesserten Energiefluß wahrnehmen. Aber was meint in diesem Zusammenhang das Wort  ´Energie´ und ´Energiefluß´?

Unbestreitbar ist, daß solche Übungen die Praktizierenden aktivieren, daß sie dazu neigen, verstärkt und spontan emotional zu reagieren. Dieser Effekt läßt sich tausendfach wiederholen und  bestätigen. Die Vibrationen unterschiedlicher Stärke, die oft dies magische Bedeutung bekommen,lassen sich meiner Ansicht nach aber nicht unmittelbar als Zeichen eines erhöhten Energieflusses deuten. Diesen Energiefluß  gibt es in der Physiologie des Menschen nicht. Hier fließt, Blut, Lymphe,Hormone, aber keine Energie. Mit der Interpretation, die beobachteten Reaktionen würden einen Energiefluß anzeigen, wechseln wir in ein anderes  Denkmodell; wir verlassen das klassisch naturwissenschaftliche System und argumentieren z.B. mit dem der chinesischen Medizin. Solche Wechsel sind unzulässig . Sie bringen mehr Verwirrung als Klärung.

Wenn wir z.B.  die Beinmuskulatur unter Streß setzen, dann geben wir der Muskulatur zwei Botschaften. Einerseits soll die Muskulatur eine Bewegung ausführen, andererseits soll sie diese Bewegung auf halbem Weg stoppen. Die Muskulatur  wird irritiert, pendelt ständig zwischen 2 Zuständen hin und her - sie vibriert. Dadurch kommt es zu einer intensiven Massage der Muskulatur, sie kann sich lockern, wird besser durchblutet, der Fluß der Lymphe wird  aktiviert, die verhärtenden Ablagerungen in der Muskulatur können aus dem Gewebe ausgeschwemmt werden. Mit einer verbesserten Durchblutung kann mehr Sauerstoff ins Gewebe gelangen. Mit diesem Sauerstoff wird dann die  Verbrennung der Nahrungsmittel angefacht, die vorher durch den Verdauungsprozeß zu Zucker umgewandelt worden waren. Die Verbrennung von Zucker durch Sauerstoff heißt Oxydation. Bei dieser Oxydation werden dem Zucker  Elekronen entzogen, an Phosphor gebunden und zum sog. ATP. Dieses ATP ist die kleinste energetische Einheit, die durch den Transport von CA-Ionen, die Muskelbewegung antreibt. Die Beweglichkeit eines Muskels hängt von  der Verfügbarkeit des ATP in der Muskulatur ab. Wird kein ATP mehr zur Verfügung gestellt, wird der Muskel starr und tot.

Mit dieser kurzen unvollständigen Skizzierung der physiologischen Vorgänge in einem Muskel soll  demonstriert werden, was wir eigentlich machen, wenn wir einen Körper energetisch aufladen:

Wir laden einen Körper auf, indem wir dafür sorgen, daß er ausreichend Sauerstoff und Nahrung dort zur Verfügung hat, wo die  Muskulatur aktiviert werden soll.

1. D.h., die Atmung wird aktiviert. In der Umgebung des Körpers muß ausreichend Sauerstoff vorhanden sein.

 2. Der Organismus muß genug Nahrung in der entsprechenden Zuckerform im Gewebe haben,

3. Durch Bewegung des Körpers oder durch Massage werden die Durchblutung und der Sauerstofftransport erhöht.

 Doch wie kommt es nun nach der energetischen Aufladung der Muskulatur zur Entladung?

Wir beschreiben diesen Prozeß oft mit `loslassen`. Das entspricht dem Bild von einem Bogenschützen, der seinen Bogen angespannt -  energetisch aufgeladen hat, ihn losläßt und ins Ziel schießen läßt. Einen ähnlichen physiologischen Prozeß kenne ich im menschlichen Organismus nicht.

Wenn ein Muskel den Impuls bekommen hat, zu halten, ihm für diese  Arbeit ausreichend Energie zur Verfügung gestellt wird, dann wird er nicht nachgeben. Er hält durch und bringt uns Therapeuten zur Verzweiflung, die ihn zu einer katharsischen Reaktion veranlassen wollen. Das  vorausgehende energetische Aufladen ist unter diesem Gesichtspunkt sogar unsinnig. Die einzige Möglichkeit, einen Muskel gegen seinen Auftrag zum Loslassen zu bewegen, ist meiner Meinung nach die Arbeit. Ich lasse ihn  schlagen, treten, sich anspannen, bis er erschöpft ist und aufgibt.

Doch wie kommt es dann zu den berühmten emotionalen Ausbrüchen?

Ich stelle mir dies mit zwei unterschiedlichen Muskelgruppen vor: Eine hat so viel  Energie gespeichert, daß schreiende Muskelbewegungen möglich werden. Die andere Gruppe von Muskeln bekommt den Auftrag, dies mit viel Energie zu verhindern. Wird diese Muskulatur nun durch ihre Arbeit erschöpft, kann  die erste in Aktion treten.

Diese physiologische Betrachtung hat für mich drei Konsequenzen:

1. Will ich durch körperliche Aktivitäten jemanden dazu bringen, zurückgehaltene Gefühle auszudrücken, muß ich die  blockierende Muskulatur ermüden - aber nicht aufladen.

2. Bisweilen ist es sinnvoll, einen schwachen Körper energetisch aufzuladen, damit die Person sich wieder lebendiger fühlen kann. Diese Arbeit muß so geschehen,  daß es zu keiner Ermüdung kommt. Bewegung und Ruhepausen müssen zu einem ausgeglichenen Verhältnis führen. Deshalb sind Streßübungen usw.dafür nicht geeignet. Dies ist besonders bei den Personen zu beachten, die  körperlich wenig gut trainiert sind. Auch sind solche Bewegungsübungen wenig effektiv, wenn eine Atemfunktionsstörung vorliegt; dies dürfte nach entsprechenden Untersuchungen bei mindestens 25% der Menschen unserer  Gesellschaft der Fall sein. Die Verbesserung der Atmung ist für die energetisierende Arbeit mit einem Klienten daher überhaupt der entscheidende Faktor.

3. Das theoretische Konzept der Energiearbeit in der B.A. ist  nicht stimmig und muß den physiologischen Gegebenheiten entsprechend weiterentwickelt werden.

Wie kommt es nun aber dazu, daß Gefühle ihren Ausdruck finden in körperlichen Reaktionen? Wie können Bewegungen,  Berührungen emotionale Regungen erzeugen und diese aus dem Unbewußten zum Leben erwecken ?

Wir gehen davon aus, daß es sich um ein enges Zusammenspiel zwischen den Organen des Körpers und dem Nervensystem mit dem  Gehirn als Speicher handeln muß. Doch wie soll man sich das vorstellen? Bei dieser Sichtweise erscheint das Gehirn, die universale Speicherzentrale als das Wesentliche eines Menschen. Der Körper mit all seinen  Wahrnehmungsorganen wäre dann dazu bestimmt, die für das Gehirn notwendigen Impulse und Informationen aufzunehmen und an das Gehirn weiter zu leiten. In der Tat geschieht der Transport der Informationen von den Organen  und Sensoren des Körpers auf ausgesprochen energetische Art und Weise. Wie in einem Computer werden die Wahrnehmungen digitalisiert . D.h., sie werden in elektrische Impulse umgewandelt und schnell und vor allem  störungssicher ins Gehirn geleitet und umgekehrt. (Neben diesem elektrischen Übertragungsverfahren gibt es auch ein chemisches. In bestimmten Situationen ist es günstiger, vom elektronischen auf den chemischen Weg  umzusteigen und umgekehrt. Dies sind aber Details, die für unsere Fragestellung nicht wichtig sind.) Wenn hier von elektrischen Impulsen die Rede ist, dann sprechen wir nicht von Metaphern, sondern es handelt sich um  wirklich meßbare elektrische Energie im physikalischen Sinn. Man kann die Voltstärke , die Leistung messen, die Frequenz bestimmen. Wenn wir einen Menschen bewegen, berühren, er uns anschaut, zuhört, dann kommt es in  ihm tatsächlich zu elektrischen, energetischen Prozessen. Wenn die Übertragung dieser elektrischen Energie gestört, die Verarbeitung im Gehirn unmöglich wird, dann gibt es keine Wahrnehmung, kein Erinnern, keine Gefühle.

Diese elektrisch energetischen Phänomene betreffen aber nicht nur die Struktur der Informationsvermittlung, sondern sie sind wesentlich für den Aufbau des Lebendigen selbst. Jede Zelle in unserem Körper ist nicht nur  ein sehr komplexes biologisches Gebilde, sondern sie lebt nur, weil und solange es zwischen ihrem Inneren und dem Äußeren eine elektrische Spannung gibt, die im Ruhezustand der Zelle -90 mV beträgt, eine Größenordnung,  die schon mit einfachen Meßgeräten gemessen werden kann. Damit diese Spannung aufrechterhalten werden kann , gibt es zwischen außen und innen ständig einen kontrollierten Austausch von Ka. und Natriumionen durch  entsprechende Kanäle, die sich ständig spontan öffnen und schließen. Durch diesen schnellen Wechsel kommt es zu einer hochfrequenten Schwingung, d.h. die Zelle strahlt. Sie sendet Impulse und Informationen in ihre  Umgebung wie ein Radiosender. Die Reichweite der Informationsübermittlung hängt ab von der Stärke der Strahlung und davon, daß der Empfänger, vielleicht auch eine Zelle, optimal auf den Sender eingestellt ist. Die  Organe des menschlichen Körpers unterscheiden sich u.a. dadurch, daß die Zellen eines jeden Organs auf einer anderen Frequenz schwingen.

Die alternative Medizin hat sich diesen Zustand zunutze gemacht. Sie hat Geräte  entwickelt, mit denen sie gesunde und kranke Schwingungsmuster eines Organs voneinander trennen und die pathologischen eliminieren kann.

Das Bild mit dem Sender muß präzisiert werden. Man muß hier grundsätzlich zwei  Frequenzen unterscheiden. Einmal die Trägerfrequenz und dann die Tonfrequenz mit der Information, der Sprache und Musik. Die Tonfrequenz wird auf die Trägerfrequenz aufmoduliert, d.h. sie wird geringfügig variiert ,  sodaß sie nicht ihre Struktur verändert und die Information an den Empfänger übermitteln kann, der genau auf die Trägerfrequenz des Senders abgestimmt ist.

In den biologischen Zellen unseres Organismus wird die  Stärke der hochfrequenten Strahlung von der Vitalität der Stoffwechselprozesse abhängen. Die Modulation könnte durch spezifische Substanzen oder Informationen aus dem Nervensystem erfolgen.

Für die B.A. bedeutet dies,  daß es neben den bisher bekannten Informationssystemen im menschlichen Organismus noch ein weiteres mit hochfrequenter Struktur geben muß. Dieses Informationssystem besitzt kein eigenes Wegesystem wie Nervenbahnen,  Gefäßsystem, sondern ist wie die elektronischen Wellen, die uns von überall her Musik und Bilder ins Wohnzimmer holen, allgegenwärtig. Man kann sich nun vorstellen, daß es im Organismus körperliche oder psychische  Störungen gibt, die dadurch entstanden sind, daß Sender und Empfänger nicht aufeinander abgestimmt sind. Das Problem kann dann nicht dadurch gelöst werden, daß das Energieniveau im Sender oder Empfänger erhöht wird,  sondern ausschließlich durch Verbesserung der Abstimmung. Beide Teile müssen in Resonanz kommen. Vielleicht ist so etwas Ähnliches gemeint, wenn in manchen medizinischen Modellen davon gesprochen wird, daß das  Energieniveau zwischen einzelnen Organsystemen in Balance gebracht werden muß. Wie diese Resonanzarbeit in der B.A. aussehen muß, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht stellen wir auf der körperlichen Ebene solche  Resonanzen her, wenn wir Integrationsarbeit machen, wenn wir verschiedene Körperteile gleichzeitig berühren oder die Klienten bewegen, mit ihnen imaginär in Kontakt zu kommen.

Bisher habe ich davon gesprochen, daß  dieses hochfrequente Informationssystem der Zellen innerhalb eines Zellverbandes, zwischen Organen und körperlichen Strukturen wirkt. Hochfrequente Schwingungen können aber überall eindringen, wenn sie stark genug sind  und nicht durch bestimmte Strukturen absorbiert werden, -z.B. bestimmte Radiowellen durch Beton. Also können solche Strahlungen mit spezifischen Informationen einen Organismus verlassen und von einem anderen Organismus  empfangen werden, der auf den sendenden Organismus gut eingestellt ist. So können sich Menschen verständigen, ohne zu sprechen, ohne sich zu sehen. Dies könnte die physikalische Basis sein von Beziehungen, von  Übertragungen und Gegenübertragungen. D.h. für unsere therapeutische Arbeit, daß wir nicht unser körpertherapeutisches Selbstverständnis verlassen, wenn wir mit der Beziehung und den Übertagungsprozessen arbeiten. Wir  beschäftigen uns dann damit, daß zwei lebende Organismen in Resonanz kommen oder daß diese Resonanz gestört oder unterbrochen worden ist. Psychotherapie ist eben immer Körperarbeit - wie wir auch arbeiten mögen.

 Bisher ging es bei den Überlegungen über die energetischen Strukturen unseres Organismus und ihre Bedeutung für die bioenergetische Psychotherapie immer um die physiologischen Abläufe der Organ- und Zellstruktur. Es ist  die Ebene, auf der die klassische Medizin sich mit ihren Modellen bewegt. Auf dieser Ebene ist auch die theoretische Konzeption der B.A. angesiedelt.

Wenn wir einen Organismus möglichst optimal verstehen und vor  allem auch beeinflussen wollen, dann müssen wir versuchen, ihn auf all den Ebenen zu erfassen, die für sein Funktionieren relevant sind. Ein Arzt, der ein Krebsleiden heilen will, sich aber nur damit beschäftigt, wie er  die Tumorzellen töten kann, wird erfolglos bleiben. Auch dem Zustand des Immunsystems wird er Beachtung schenken müssen. Und wenn er nicht die seelischen Probleme des Patienten wahrnimmt, wird er wenig ausrichten. Er  wechselt von der Ebene der Symptombehandlung auf die Ebene der körpereigenen Abwehrstrukturen und schließlich auf die psychische Ebene. Er beschäftigt sich mit den sozialen Beziehungen des Patienten.

Dies bedeutet  für unsere Fagestellung: Gibt es im menschlichen Organismis noch andere Ebenen energetischer Strukturen, die für das Verständnis und die Wirkung der körpertherapeutischen Arbeit relevant sind? Sollten sie existieren,  uns aber unbekannt sein, dann können wir nicht abschätzen, inwiefern sie unsere energetische Arbeit beeinflussen, fördern oder behindern. Wir wissen dann nicht, ob es diese unbekannten Strukturen sind, die wirksam  werden und nicht die Strukturen, die wir zu beeinflussen glauben.

Wenn wir versuchen, die Strukturen des Lebendigen zu beschreiben, beginnen wir meist mit den Zellen, ihrer Organisation zu Organen und deren  Wechselwirkung. Daß Zellen aus verschiedenen Substanzen der unbelebten Materie bestehen, ist nicht relevant. Wir beschäftigen uns mit dem Leben, und das beginnt mit den Zellen. Die molekukaren und atomaren Strukturen,  aus denen die zellbildenden Substanzen bestehen, gehören in die Welt der Chemie und Physik, in die Welt des Unbelebten.

Naturwissenschaftliche Probleme, physikalische Erkenntnisfortschritte erregen bei  Psychotherapeuten meist kein besonderes Interesse, sie gelten als viel zu kompliziert und kopflastig. Schade! Denn so ist z.B. unbeachtet geblieben, wie hilfreich die wissenschaftstheoretischen Ansätze der modernen  Physik besonders der Quantenphysik und der Relativitätstheorie für das Wissenschaftsverständnis so komplexer Wirklichkeiten wie der Psychotherapie sein können. Diese Wissenschaften haben Erkenntnisse gewonnen und ein  Selbstverständnis von der unbelebten und belebten Materie entwickelt, das der Psychotherapie unglaublich viele Impulse und ´Grounding´ geben könnten.

Zweitens läßt sich zeigen, daß die materiellen Strukturen unterhalb  der Organisation des Lebendigen für das Verständis unserer geistigen und psychischen Welt von großer Bedeutung sind und in ganz besonderer Weise für unsere energetische Arbeitsweise.

Es dürfte noch allgemein bekannt  sein, daß unsere Materie sich aus Molekülen und Atomen zusammensetzt und daß diese Atome aus noch kleineren Elementarteilchen bestehen, von denen man inzwischen eine ganze Reihe gefunden hat. Experimente haben nun aber  gezeigt, daß diese Vorstellungen von verschiedenen, stabilen Bausteinen, aus denen die Materie und die Welt zusammengesetzt ist, nicht mehr zutreffen. Die Materie ist kein festes, objektives, unwandelbares und exakt  definierbares Gebilde. Sie existiert auf der subatomaren Ebene nicht mit Sicherheit an bestimmten Orten, sondern zeigt lediglich die ´Tendenz´ zu existieren. Alle Elementarteilchen können ineinander übergehen. Sie  entstehen aus Energie, verwandeln sich in andere Elementarteilchen und lösen sich wieder in Energie auf. Wo und wann dies geschieht, kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden.

Wie können wir uns eine Vorstellung  von dem machen, was auf dieser Ebene geschieht, und welche Bedeutung kann dies für das Verständnis unserer therapeutischen Arbeit haben? Wir beschäftigen uns in der folgendenBetrachtung vor allem mit den Neutrinos,  Photonen und Elektronen.

Die Neutrinos und die Photonen sind Teilchen ohne Masse und Ausdehnung. Sie haben eine bestimmte Portion Energie, die sie mit Lichtgeschwindigkeit in eine bestimmte Richtung und als linearen  Impuls transportieren, und sie haben einen Spin, d.h. sie drehen sich um sich selbst. Damit bilden sie die kleinsten Einheiten elekromagnetischer Wellen und sie besitzen eine bestimmte Frequenz. Neutrinos und Photonen  sind die am häufigsten vorkommenden Teilchen im Universum. Sie sind überall gegenwärtig.

Erreicht ein Photon einen bestimmten Wert an Energie, verwandelt es sich in ein Elektron oder Positron. In diesem Ereignis  entsteht das, was Einstein in seiner Relativitätstheorie mit dem ´schwarzen Loch´ beschrieben hat. Was ist damit gemeint:

Einstein zeigte, daß im Universum ein Raum durch die Anwesenheit einer großen Masse gekrümmt  wird. Betrachten wir eine Fläche statt eines dreidimensionalen Raumes: Legen wir auf ein großes Gummituch einen Stein, so wird das Gummituch an dieser Stelle gekrümmt. Es wird umso mehr gekrümmt, um so schwerer das  Gewicht ist, das wir auf das Gummituch legen. Wird das Gummituch an einem Punkt unendlich tief heruntergezogen entsteht so etwas wie das ´schwarze Loch´.

D.h, bei einer starken Massenkonzentration wird der Raum so  stark gekrümmt, daß sich ein Teil dieses Raumes- die Physiker sprechen von Raumzeit- aus seiner Umgebung herauslöst. Das ist so, als würde sich aus dem Meer ein einziger Wassertropfen herauslösen. Es entsteht das  ´schwarze Loch´,eine neue Raumzeit mit völlig neuen Eigenschaften. Der Raum verhält sich wie die Zeit und die Zeit verhält sich wie der Raum. D.h., eine Rakete mit Schub würde in diesem schwarzen Loch von der Bewegung  des Raumes mitgerissen , ihre eigene Zukunft erleben. Selbst wenn sie versucht, rückwärts zu fliegen, sie kann nicht mehr zurück. Sie kehrt dann ständig zu Ereignissen zurück, die sie schon einmal erlebt hat. Die Zeit  verläuft im Innern eines schwarzen Loches rückwärts..Dadurch verändern sich andere physikalische Gesetze ins Gegenteil: Es ändert sich z.B. der zweite Hauptsatz der Thermodynamik , der besagt, daß die Natur die Tendenz  hat, die Konzentration von Energie in einem bestimmten Bereich auszugleichen. Wenn z.b. eine Tasse mit heißem Kaffee auf dem Tisch steht, wird der Kaffee nach einiger Zeit kalt. Die Wärmeenergie des Kaffees fließt in  seine Umgebung ab. Im Innern eines schwarzen Loches würde das Umgekehrte passieren, der Kaffee würde der Umgebung Energie entziehen und heißer werden.

Während in der uns bekannten Natur die Tendenz besteht zu immer  größerer Unordnung, zum Chaos, gilt für das Innere des schwarzen Lochs, daß alle physikalischen Prozesse zu immer größerer Ordnung hin verlaufen.

Geau die gleichen physikalischen Prozesse, die sich im Universum  abspielen, gibt es auch im subatomaren Bereich, in der atomaren Struktur unserer menschlichen Körper. Hier gibt es zwar nicht die großen Massen des Universums, die die ´schwarzen Löcher´verursachen durch die  Wechselwirkung von Raum und Masse. Aber die Wechselwirkung der Photonen erzeugt eine so große Energiedichte, daß es zu den gleichen physikalischen Effekten kommen muß.

  

 Ich fasse die Betrachtug über die Struktur von Elektronen und Neutronen zusammen:

1. Elektronen und Neutronen sind keine festen, materiellen Teilchen, sie sind Ereignisse.

 2. Sie entstehen durch die energetische Wechselwirkung von Photonen.

3. Diese Wechselwirkung ist so intensiv und gewaltig, daß es zu den sog. ´schwarzen Löchern´ kommt mit einer inneren Raumzeit.

 4. In der inneren Raumzeit verlaufen wesentliche physikalische Prozesse umgekehrt zur uns bekannten Wirklichkeit.

Was können diese Phänomene aus der Relativitätstheorie für unsere psychotherapeutische Fragestellung  bedeuten? Wenn es zutrifft, daß unser Körper angefüllt ist mit Elektonen, dann gibt es in uns unglaublich viele schwarze Löcher - also Ereignisse mit einer anderen physikalischen Wirklichkeit als die, in der wir uns  täglich bewegen. Unsere Zukunft und unsere Vergangenheit ist in uns selbst und ständig präsent, denn in den schwarzen Löchern gibt es keine Zeit nach unseren Vorstellungen von gestern, heute, morgen. Das geheimnisvolle  Unbewußte, mit dem wir uns in der Psychotherapie so gern beschäftigen, hat eine reale, physikalische Struktur.

Wenn sich nun zwei Elektronen begegnen, kommt es zwischen ihnen zu einer Wechselwirkung. Dabei wird  zwischen den Photonen des einen Elektrons und den Photonen des anderen Elektrons Impulse ausgetauscht. Diesen Vorgang kann man mit zwei Kugeln vergleichen, die aneinanderstoßen. Die stoßende Kugel bleibt erhalten,  verliert aber ihre Energie, sie bleibt stehen. Die zweite Kugel beginnt sich zu bewegen, hat die Energie der ersten Kugel übernommen.

Dieser Impulsaustausch verändert in einer bestimmten Weise die beteiligen  Elektronen. D.h., dieses Ereignis des Austausches, diese Begegnung, diese Wechselwirkung wird gespeichert.

Gespeichert wird dieses Ereignis in der Struktur eines Photons. Diese gespeicherten Teilchenerlebnisse werden  ´Lichtmuster´genannt. " Jedes Elektron und jedes Positron hat einen individuellen Erfahrungsschatz, der ständig ergänzt wird, da ja ständig neue innere Lichtmuster durch neue Erfahrungen hinzukommen. Dieser  Erfahrungsschatz kann jederzeit abgerufen werden. Die Eigenschaften der Elektronen und Positronen entsprechen damit genau den elementaren Eigenschaften des Bewußtseins. Die Elektronen und Positronen können also als die  kleinsten Einheiten des Bewußtseins " angesehen werden. Das bedeutet, daß die gesamte Materie geistbegabt bzw. bewußtseinstragend ist! Durch die Fähigkeit der Elektronen, Informationen auszutauschen und zu  speichern scheint sie lernen zu können.

Aufgrund physikalischer Bedingungen kommt es in den Elektronen durch ihren Impulsaustausch nicht zu einer beliebigigen Vermehrung von Lichtmustern, sondern zu einem Prozeß der  Bündelung. Die Strukturen der Lichtmuster erreichen eine immer höhere Ordnung und Photonenfrequenz. D.h., die Elektronen geraten in einen angeregten Zustand.

Nun spielt sich unsere Welt und vor allem unser Leben  natürlich nicht auf der Ebene der Elektronen ab. Es ist nicht einfach das Produkt oder die Projektion unterschiedlicher Elektronenzustände. Unser Leben wird durch biologische Zellen ermöglicht, und diese Zellen sind in  Moleküle organisiert. Diese Moleküle wiederum entstehen durch exakt definierte Zusammensetzungen von Atomen. Und jedes Atom hat eine spezifische Struktur mit einer bestimmten Anzahl von Elektronen. Aber genau diese  Atome, Moleküle und Zellen gleicher Art, gleichen Namens unterscheiden sich voneinander dadurch, daß ihre Elekronenstruktur mit verschiedenen Lichtmustern angereichert sein kann. Der Anregungsgrad kann höher oder  niedriger und der Erfahrungsschatz kann unterschiedlich sein. Die Vitalität einer Zelle und ihr Erfahrungsschatz hängen wesentlich von den Lichtmustern ab, die ihre Elektronen speichern und bündeln konnten. Dieser  Zustand der Zellen, in dem sie durch besonders viele Lichtmuster in ihrer Elektronenstruktur angeregt sind. ist das, was mit Bioplasma bezeichnet wird oder in anderen Energiemodellen mit Prana, Od, Orgonenergie oder dem  Chi in der chinesischen Medizin. Die Energiearbeit in der chinesischen Medizin mit dem Ausbalancieren zwischen Yin und Yan ist daher etwas völlig anderes als das, was wir in der klassischen B.A. mit Energiearbeit  meinen. Wir arbeiten auf der Ebene der biochemischen Stoffwechselprozesse, die chinesische Medizin dagegen auf der Ebene der subatomaren elektromagnetischen Strukturen.

Nun gibt es Zellen mit einer ähnlichen  Elektronenstruktur, Elektronen, die ähnliche Erfahungen haben,viele Lichtmuster miteinander ausgetauscht haben. Man könnte sagen, daß sie sich gut verstehen, leichter miteinander kommunizieren können. Sie haben  physikalisch gesehen ähnliche Frequenzmuster und geraten dadurch leichter in Resonanz, d.h. die abgestrahlten Frequenzen können auch leichter empfangen werden.Experimente der Biophotonenforschung haben gezeigt, daß die  Zellen biologischer Organismen so konstruiert sind, daß sie in sehr effektiver Weise Photonenstrahlung empfangen und diese sogar verstärken können. Die Zelle wirkt dabei wie der Klangkörper einer Guitarre, der durch  seine Resonanzfähigkeit die Töne lauter werden läßt. Dabei baut sich im Innern der Zelle eine elektromagnetische Strahlung auf, die in hohem Gleichklang schwingt.

Es hat sich außerdem gezeigt, daß die DNA in den  Zellen nicht nur der Ort ist, am dem unser Erbgut gespeichert ist, sondern sie ist auch ein gigantischer Speicher für Photonen. Die Struktur der DNA entpuppt sich dabei als eine ideale Antenne für den Empfang und die  Abstrahlung elektromagnetischer Wellen. Über diese Anlage sind die Zellen in der Lage, Photonen, also Informationen untereinander auszutauschen, aber auch nach draußen zu senden und von draußen zu empfangen. " Mit  diesem Strahlungsfeld steuern und speisen die Elektronen alle biochemischen Stoffwechselprozesse einerseits und den Aufbau neuer biologischer Strukturen andererseits." ( )

Jeder Mensch kommt auf die Welt und hat  bereits eine bestimmte Menge und Qualität von Lichtmustern in seiner biologischen Struktur verankert. Durch den Kontakt mit seiner Umwelt, durch die Atmung und durch die Nahrung nimmt er neue Lichtmuster auf. Diese  neuen und die alten Lichtmuster sind sich zunächst fremd. Es kommt zum Informationsaustauch, sie werden untereinander bekannter, d.h. es kommt zu energetischer Bündelung,die Frequenzen werden höher, die biologischen  Strukturen werden vitaler. Macht der Mensch viele positive Erfahrungen, können seine Lichtmuster sich entsprechend ausbilden. Bei dramatischen Erfahrungen kann es dagegen zu entsprechenden Störungen kommen. Die  störenden Frequenzen werden stärker, überlagern die anderen, oder sie können nicht miteinander in Resonanz gebracht werden. Werden zu wenig Lichtmuster aufgenommen, können die Elektronen der biologischen Strukturen  nicht angeregt werden. Ist die Strahlung der Lichtmuster zu schwach, können keine anderen Bereiche innerhalb oder außerhalb des Organismus erreicht werden. Es kann kein Kontakt hergestellt werden zu anderen Wesen, oder  es kann der Kontaktwunsch von anderen nicht aufgenommen werden.

Für unsere therapeutische Arbeit kann das folgendes bedeuten: Wenn sich unsere Lebenserfahrungen, unsere traumatische Geschichte wirklich bis in die  Struktur der subatomaren Materie hinein manifestiert, dann können wir mit unserer Arbeit auch nur erfolgreich sein, wenn unsere Interventionen, wie sie auch immer aussehen mögen, bis in diesen Bereich hinein wirken.

 Energiearbeit auf der Ebene der subatomaren Strukturen bedeutet nie, nur die Lichtmuster in den Elektronen zu vermehren. Entscheidend ist der Informationsaustausch der Photonen untereinander, sie müssen sich kennen  lernen, resonanzfähig werden. Außerdem müssen die Photonen in der Elektornenstruktur zu einer Bündelung oder Konzentration kommen . Allein dadurch gelangen sie in einen höheren Ordnungsgrad mit einer höheren Frequenz,  werden energiereicher und damit kommunikationsfähiger D.h. letztlich, daß die gespeicherten Informationen eine bessere Strukur, ein anderes Bewußtsein bekommen. Erst dann können sie mit anderen Strukturen neu oder  intensiver kommunizieren. Erst dann können sie neue Einsichten gewinnen oder Verhaltensweisen zulassen.

Unsere Energiearbeit zielt bislang lediglich auf die allgemeine Mobilisierung der Zellstrukturen oder eventuell  der jeweiligen Elektronen. Durch unsere Aktivierung des Stoffwechsels erreichen wir sicher die Vermehrung der Lichtmuster. Dies geschieht möglicherweise auch, wenn wir verkrampfte Muskeln lockern. Der Transport von  Lichmustern wird eventuell verbessert. Aber die Bündelung der Lichtmuster überlassen wir dem Zufall. Alle therapeutischen Systeme, die teilweise schon seit Jahrtausenden auf dieser Ebene arbeiten, legen dagegen sehr  großen Wert auf die Bündelung der Lichtmuster. Sie benutzen als Techniken die Meditation, die Imagination, konzentrative Bewegungsübungen wie Tai Chi, Chi Gong, und vieles mehr. Für unsere Arbeit bedeutet dies unter dem  dargestellten Gesichtspunkt, daß die Katharsis in der Energiearbeit nicht das Entscheidende sein kann, sondern daß es konzentrative Arbeit braucht, um die physikalischen und biologischen Prozesse zu fördern, die  psychisches und geistiges Wachstum möglich machen. Denn alle Erfahrungen, auch die psychischen und geistigen, entstehen durch den Lichtmusteraustausch auf der subatomaren Ebene. Nur dort sind und bleiben alle unsere  Erfahrungen gespeichert.

Nach den Vorstellungen der klassischen Medizin werden alle unsere Erfahrugen und geistigen Leistungen im Gehirn produziert, verarbeitet und gespeichert. Da das Gehirn auch aus Zellstrukturen  und aus einer subatomaren Ebene aufgebaut wird, ist dies natürlich auch in dem hier vorgestellten Modell gültig. Es wird sogar noch dadurch bekräftigt, daß sich die Zellen von Gehirn und Nervensystem nicht so schnell  abbauen und regenerieren wie die Zellen andere Organe. Der Grad des Wissens und der Erfahrung oder der Bekanntheitsgrad der Elektronenstrukturen ist größer, damit ist die Organisation besser. In diesen Bereichen kann  mehr Wissen gespeichert sein als anderswo.

Andererseits ist mit diesem Modell das Gehirn nicht mehr der alleinige Speicher von Informationen, von Gefühlen ,von Wissen. Jede Zelle, wo sie auch immer im Körper sitzt und  arbeitet, ist ein Informationsspeicher mit einer riesigen Kapazität. Deshalb ist es natürlich vorstellbar, daß Erfahrungen, die ein MEnsch an einem bestimmen Teil seines Körpers gemacht hat, auch dort gespeichert sind  und exakt an dieser Stelle wieder reaktiviert oder erinnert werden können. Versuche ich, die Erinnerung dieser Stelle durch Worte über den Verstand zu aktivieren, dann wird das sicher viel länger dauern, schwieriger  sein, als wenn ich die betreffende Körperstelle direkt aktiviere- - wenn ich über diesen Umweg überhaupt erfolgreich werden kann. Das bedeutet zwingend, immer Körperarbeit machen zu müssen - in welcher Weise auch immer,  wenn ich verschüttete Gefühle, Erinnerungen reaktivieren oder andere Lebens - und Verhaltensweisen ermöglichen will.

In diesem Zusammenhang wird es für die BA sehr interessant sein, sich mit dem uralten Konzept der  Chakren auseinanderzusetzen. Diese Konzept beschreibt verschiedene Energiezentren im menschlichen Körper mit den möglichen Blockierungen und den Möglichkeiten, die Behinderungen zu lösen, die Energiezentren zu  aktivieren. In unserer klassischen BA werden wir in diesem Bereich oft genug Effekte auslösen, aber wir tun es blind und sehr unspezifisch.

 

Wenn wir das Wort ´Energie´ im Namen ´BA´ernst nehmen und mit einem  Energiekonzept Psychotherapie betreiben wollen, dann müssen wir dieses Konzept auf eine solide und plausible Basis stellen. Mit meinen Ausführungen wollte ich dafür Hinweise geben, sie vor allem aber anregen, sich an  der Entwicklung eines solchen Modells zu beteiligen. Für mich war die Einarbeitung in diesen Bereich oft recht schwierig, aber immer wieder ungeheuer spannend und faszinierend. Ich bin sicher, daß die wichtigsten Dinge  damit noch nicht gefunden und beschrieben sind.

Für die Weiterentwicklung der praktischen Arbeit in dem beschriebenen Sinne können wir uns sehr viel Hilfe holen bei all den Menschen und den therapeutischen Systemen,  die schon immer auf diesen Ebenen arbeiten, auch wenn sie immer noch mit dem Begriff ´esoterisch´ belegt und sehr mißtrauisch betrachtet werden.

Zum Schluß möchte ich sie nach der Beschäftigung mit Photonen,  Elektronen und Schwingungen daran erinnern, daß mein Thema lautete: Energie und Identität.

Ich habe versucht, ihnen zu zeigen, daß ein wesentlicher Bestandteil der Identität der BA die Sache mit der Energie ist, daß  dies eine sehr modernes und aufregendes Konzept ist. Damit verweist die BA auf die Tatsache, daß Psychotherapie immer etwas mit energetischen Prozessen zu tun hat. Sie kann gar nicht anders. Wir behaupeten nicht nur,  sondern wir zeigen damit, daß Körper, Seele, Geist eine untrennbare Einheit sind - nämlich Energie.

Damit sagen wir auch, daß wir Menschen ein einziger energetischer Prozeß sind, daß wir nur aus Energie bestehen, daß  es die gleiche Energie ist, aus der das gesamte Universum besteht und daß in uns die gleichen komplexen und gigantischen Prozesse ablaufen wie in diesem Universum - das heißt: Wir sind eigentlich nie wirklich allein.

 

Literatur

Dzempra - Depré, Michael;Physik der Erleuchtung, New Age

Brennan, Barbara Ann, Licht - Heilung, 1994, Goldmann

 Brennan, Barbara Ann, Licht - Arbeit, 1989, Goldmann

Hawking, Stephen W., Einekurze Geschichte der Zeit, 1988, Rowohlt

Capra. Fritjof, Wendezeit, 1984, Scherz

 Berliner, Jaques in: Geißler, Peter, (Hrsg), Psychoanalyse und Bioenergetische Analyse, 1994, Peter Lang

Heisterkamp, Günter, Heilsame Berührung, 1993,Pfeiffer

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